Machen macht den Unterschied

Wir sind überzeugt, dass mit wirtschaftlichem Erfolg die Verantwortung einhergeht, anderen zu helfen, sie auf ihrem Weg zu unterstützen und die Gesellschaft insgesamt voranzubringen. Deswegen haben wir es uns zum Ziel gemacht, mit unserem Handeln die Zukunft positiv mitzugestalten – sei es in Bezug auf unsere Mitarbeitenden, Organisationen, mit denen wir kooperieren, oder unsere Kund*innen. Dabei wissen wir, dass es Mut und innovative Ideen braucht, um wirklich einen Unterschied zu machen. Und, dass wir das nur gemeinsam schaffen.

Soziale Verantwortung:
Mehr als nur ein Buzzword

Vielleicht fragst Du Dich gerade, wie das Thema CSR (Corporate Social Responsibility) wirklich authentisch und nachhaltig in einem so großen Konzern wie EOS umgesetzt werden soll. Die Frage ist absolut gerechtfertigt. Denn man muss sich bei diesem Thema wirklich „dahinterklemmen“ – egal, ob in einem großen Konzern oder kleineren Unternehmen. Gute Vorsätze helfen dabei nicht. Sondern nur konkretes Handeln. Und genau dafür haben wir bei EOS seit vielen Jahren den Weg geebnet. Wir übernehmen soziale Verantwortung – sowohl bei uns im Unternehmen durch die Förderung von Empowerment, Vielfalt und Inklusion als auch in der Gesellschaft durch unsere Bildungsinitiativen.

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Über Geld spricht man doch!

Gemeinsam mit allen Mitarbeitenden möchten wir immer wieder über den Tellerrand unserer täglichen Arbeit schauen und versuchen innovative Wege zu finden, die die Ursachen von Überschuldung angehen. Deswegen haben wir die finlit foundation gGmbH als erste gemeinnützige Organisation in der EOS Gruppe gegründet.

finlit steht für financial literacy, also Finanzkompetenz, und soll die Themen Geld und Schulden enttabuisieren, das Finanzverständnis in der Gesellschaft verbessern und so einen Beitrag gegen private Überschuldung leisten. „Finance made easy“ sozusagen. Im ersten Schritt konzentrieren wir uns dabei auf die Initiative ManoMoneta für 9- bis 13-jährige Kinder. Das kostenlose Bildungsangebot sensibilisiert Schüler*innen für den Umgang mit Geld – alltagsnah und praxisorientiert.

Warum finlit?

Schulden betreffen viele

5,88 Millionen Erwachsene in Deutschland sind überschuldet.

Warum finlit?

Wir wollen etwas verändern

27 % der unter 25-Jährigen geben unwirtschaftliche Haushaltführung als Auslöser ihrer Überschuldung an. Finanzbildung ist hier der Schlüssel!

Portrait Jana
So viele Menschen sagen immer, wir müssen mal was tun, aber dann passiert nichts.

Von einer guten Idee zur ersten gemeinnützigen Organisation der EOS Gruppe
Jana Titov ist eine der drei Gründer*innen von finlit und hat bis 2020 selbst bei der EOS Gruppe gearbeitet. Mit ihr haben wir darüber gesprochen, wie die drei auf die Idee für finlit gekommen sind und sie dann zum Leben erweckt haben.

Janas Interview

Wie würdest Du Dich anderen gegenüber beschreiben?
Ich bin jetzt insgesamt fast zweieinhalb Jahre dabei – erst als Werkstudentin und Masterandin und jetzt fest. Es gab damals eine tolle Stelle, die ich interessant fand. Also habe ich mich beworben. Und im Bewerbungsgespräch wusste ich dann schnell, dass es passt.
Für mich war wichtig, einen Arbeitgeber zu finden, der international tätig ist – auch, um regelmäßig Englisch sprechen zu können.
Ein anderer entscheidender Punkt war, dass es in einem Konzern, der wie EOS schon länger am Markt ist, gewisse Strukturen gibt, auf die ich mich verlassen kann. In einem Start-up wäre das ganz anders gewesen.
 
Wie seid ihr auf die Idee für finlit gekommen?
Die Idee stammt von meinen EOS Kollegen Sebastian Richter, Jannik Steinhaus und mir. Wir haben abends beim Bier über Überschuldung gesprochen und dass wir bei EOS Schuldner*innen erst unterstützen, wenn es eigentlich schon zu spät ist. Da wollten wir ansetzen und haben darüber nachgedacht, wie wir Menschen den Umgang mit Geld schon möglichst frühzeitig beibringen können. Darauf basiert die finlit foundation, die jetzt eine eigenständige GmbH mit gemeinnützigem Zweck ist.
 
Wie war der Prozess bis zur tatsächlichen Gründung?
So viele Menschen sagen immer, wir müssen mal was tun, aber dann passiert nichts. Deswegen haben wir mit sehr vielen Leuten bei EOS über unsere Idee gesprochen und darüber, wie wir sie umsetzen können. Wo immer wir davon erzählt haben, sind wir auf offene Ohren gestoßen. Vor allem, weil sich EOS als übergeordnetes Unternehmensziel gesetzt hat, sich für eine schuldenfreie Welt einzusetzen, war unsere Idee ein unglaublich guter Fit. Als klar war, dass die Initiative bei uns im Unternehmen auf jeden Fall Anklang findet, haben wir uns zusammengesetzt, viel Vorarbeit geleistet und einen Businessplan geschrieben. Dann erst haben wir uns das finale Go abgeholt und die gemeinnützige finlit foundation gegründet.
 
Welche Herausforderungen hattet ihr, ein CSR Thema im Konzern durchzusetzen?
Wir sind mit unserer Idee (zum Glück) auf sehr viel Offenheit gestoßen. Von Anfang an haben wir daran geglaubt und diesen Spirit haben die Entscheider*innen des Konzerns gespürt und sind mitgezogen. Vor allem am Anfang war die Idee und der Spirit viel wichtiger als Details des Businessplans. Eine Anekdote dazu: Als wir unsere Idee im Anfangsstadium das erste Mal dem Aufsichtsratsvorsitzenden der Otto Group, Dr. Michael Otto, präsentiert haben, war noch nicht ganz klar, wohin unsere Reise konkret gehen soll. Auf eine Frage von ihm „ob das alle Folien zu unserer Idee seien“ konterten wir also fix: „Ja, aber wenn Sie uns Ihr OK geben, dann kommt da noch viel mehr.“ Der Rest ist Geschichte, denn heute sind wir erfolgreiche Intrapreneur*innen.
 
Was sind die nächsten Schritte für finlit?
Konkret stehen drei unterschiedliche Richtungen an:
 
1. Internationalisierung unserer ersten Initiative ManoMoneta: Unsere ausländischen EOS Gesellschaften möchten sich ebenfalls engagieren und so gibt es ManoMoneta seit 2022 auch auf Tschechisch. Die Länder Slowenien und Spanien werden ebenfalls mit einem lokalen ManoMoneta-Angebot folgen.

2. Aufbau einer neuen Initiative: Finanzbildung hört nicht in der 6. Klasse auf. Deshalb erarbeiten wir gerade gemeinsam mit der Hamburger Hanseatic Bank eine Finanzbildungsinitiative für die 7.-10. Klasse.

3. Politisches Engagement: Und auch in der Politik möchten wir uns noch stärker engagieren. Das Thema Finanzbildung wird dort leider oft vernachlässigt, aber genau hier ist es wichtig anzusetzen, damit wir möglichst viele Menschen erreichen. Aus diesem Grund engagieren wir uns in unterschiedlichen Verbänden.

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